Physische Sicherheit schützt Gebäude, Räume, Geräte und Datenträger vor unbefugtem Zutritt, Diebstahl, Beschädigung und Umwelteinflüssen.
Mehr als Schlösser und Zäune
Zur physischen Sicherheit gehören Sicherheitszonen und Zutrittskontrolle, der Schutz vor Feuer, Wasser und Stromausfall, die sichere Aufstellung von Geräten, der Umgang mit Datenträgern sowie die sichere Entsorgung. Auch Arbeitsplätze zählen dazu: aufgeräumte Schreibtische und gesperrte Bildschirme.
Physische Maßnahmen in der ISO/IEC 27001
Anhang A enthält 14 physische Maßnahmen (7.1 bis 7.14), darunter Sicherheitsperimeter (7.1), physischer Zutritt (7.2), Überwachung der physischen Sicherheit (7.4), Schutz vor physischen und umweltbedingten Bedrohungen (7.5), aufgeräumter Arbeitsplatz und Bildschirmsperre (7.7), Speichermedien (7.10), Versorgungseinrichtungen (7.11) und sichere Entsorgung oder Wiederverwendung von Geräten (7.14).
Praxisbeispiel
Ein Unternehmen sichert seinen Serverraum mit elektronischer Zutrittskontrolle, protokolliert alle Zutritte, installiert eine Brandmeldeanlage sowie eine USV und lässt ausgemusterte Festplatten zertifiziert vernichten.
Typische Fehler im Audit
- Der Serverraum dient gleichzeitig als Abstellraum.
- Besucher bewegen sich unbegleitet durch sensible Bereiche.
- Alte Datenträger werden ohne sichere Löschung entsorgt.
Bezug zur Norm: ISO/IEC 27001:2022, Anhang A 7.1 bis 7.14
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