Verfügbarkeit bedeutet, dass Informationen und Systeme für Berechtigte dann zugänglich und nutzbar sind, wenn sie benötigt werden.
Bedrohungen der Verfügbarkeit
Typische Ursachen für Ausfälle sind Hardwaredefekte, Stromausfall, Ransomware, Überlastungsangriffe (DDoS), Fehler bei Updates oder der Ausfall eines Dienstleisters. Wie viel Ausfallzeit tragbar ist, hängt vom Geschäftsprozess ab – ein Onlineshop hat andere Anforderungen als ein internes Archiv.
Verfügbarkeit in der ISO/IEC 27001
Die Verfügbarkeit ist eines der drei Schutzziele der Risikobeurteilung (Abschnitt 6.1.2). Anhang A enthält dafür unter anderem die IKT-Bereitschaft für Business Continuity (5.30), die Informationssicherung bzw. Backup (8.13), Redundanz von informationsverarbeitenden Einrichtungen (8.14), Kapazitätssteuerung (8.6) und Versorgungseinrichtungen wie die Stromversorgung (7.11).
Praxisbeispiel
Ein Logistikunternehmen legt für sein Lagerverwaltungssystem eine maximale Ausfallzeit von vier Stunden fest. Daraus folgen ein gespiegelter Server, eine USV, ein Wartungsvertrag mit kurzer Reaktionszeit und ein jährlich getesteter Wiederanlaufplan.
Typische Fehler im Audit
- Wiederherstellungszeiten sind nicht festgelegt oder nie getestet.
- Abhängigkeiten von externen Dienstleistern werden in der Planung übersehen.
Bezug zur Norm: Schutzziel der Informationssicherheit; u. a. Anhang A 5.30, 8.13 und 8.14
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